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Die Geschichte von Keller & Kalmbach

Dies ist die Erfolgsgeschichte von Keller & Kalmbach, einem der führenden Anbieter im Bereich der Verbindungs- und Befestigungstechnik und dem Experten, wenn es um intelligentes C-Teile-Management geht.

Unsere Firmengeschichte begann vor über 140 Jahren in München, mit der Gründung von „Christ & Kalmbach“ im Jahre 1878. Seitdem hat sich Einiges verändert und dennoch sind die Grundpfeiler unseres Unternehmens, wie die Firmenphilosphie „Fit.Fair.Friendly“, fest in der Unternehmenspolitik verankert.
 
Gehen Sie mit uns auf eine Zeitreise durch die Firmengeschichte, von den Anfängen eines kleinen Schraubenhändlers, über die Erweiterung unserer Geschäftsfelder und Standorte bis hin zu der heutigen logistischen und serviceorientierten Ausrichtung des Unternehmens.

2019 gründete K&K mit dem Fraunhofer IML ein Enterprise Lab zur Entwicklung von innovativen Lösungen zur Stärkung seiner Rolle als einer der führenden C-Teile-Systemlieferanten. Seitdem hat sich nicht nur das "Enterprise Lab" weiterentwickelt, auch die Ausrichtung des Unternehmens, die sich im Zukunftsbild 2025 von K&K wiederfindet: Wir sehen unsere Hauptmission in der Optimierung der Supply Chain. Wir wollen den besten Materialfluss organisieren, unseren Kunden helfen, optimale Produkte einzusetzen, und im Bereich der C-Teile führend sein in der Beschaffung und Versorgung von Produktion und Instandhaltung.
2020 weiteten wir unsere Präsenz nach Schweden aus, indem wir die Firma "Fameco Holding AB" erwarben. Sehr erfreulich war auch unsere Auszeichnung zur TOP100 der innovativsten Mittelstandsunternehmen in Deutschland. Durch den zusätzlichen Verkauf von zertifizierten Mund-Nasen-Masken und Desinfektionsmitteln konnten wir das Geschäftsjahr trotz der Corona Pandemie gut meistern.
Unser 140-jähriges Firmenjubiläum feierten wir 2018. Wir blicken zurück auf eine lange Firmengeschichte mit vielen Höhen. Zwei Familien, die sie mitgestalteten und führten und nicht zuletzt unsere treuen Mitarbeiter. Zusammen mit unseren Kunden und Lieferanten machen sie Keller & Kalmbach zu dem, was wir heute sind.
Im Jahr 2016 führten wir eLogistics ein. eLogistics ist eine intelligente Software-Lösung zur automatisierten Warenbewirtschaftung. Diese ermöglicht die Steuerung aller Material- und Informationsflüsse von Artikeln mit wiederkehrenden Bedarfen. Damit war unsere Plattform die erste mit einer Drittlieferantenanbindung.
In diesem Jahr führten wir bei uns die ersten Systeme mit RFID-Funktion ein und ermöglichen unseren Kunden damit ein noch effizienteres und kostengünstigeres C-Teile-Management. Die ersten Systeme waren turnLOG® und pushLOG®. Mittlerweile haben wir eine breite Auswahl an Logistiksysteme, moderne Software und Technologien sowie einen Rundumservice. Wir passen uns Ihren Bedürfnissen an.
Das neue Zentrallager und Distributionszentrum in Hilpoltstein welches 2009 in Betrieb genommen wurde, konnte 2016 erweitert werden. Heute zählt es zu den modernsten und leistungsfähigsten im Markt. Ebenfalls 2009 wurde die Abteilung zur Qualitätssicherung in Hilpoltstein aufgebaut und stellt mit ihren Zertifizierungen die Qualität unserer Produkte sicher. Im Jahr 2011 führten wir unsere RFID-Systeme ein. Mehr Informationen zu unseren intelligenten C-Teile-Management Lösungen finden Sie hier.
Unser hauseigenes Qualitätsmanagement wurde 2003 das erste Mal nach VDA zertifiziert. Damit stärken wir das Vertrauen der Kunden in unsere hochwertigen Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen.
Bei allem Traditionsbewusstsein muss man sich von Zeit zu Zeit auch von alten Dingen trennen. So auch von der Eisenabteilung, die bis zum Tod ihres Leiters eine der umsatzstärksten gewesen war. Dennoch fiel das Wachstum des Unternehmens fast immer stärker aus als prognostiziert. Auch im asiatischen Markt expandierte man weiter und gründete im selben Jahr "Keller & Kalmbach HK" in Hongkong. Mittlerweile haben wir auf der ganzen Welt Einkaufsbüros und tragen damit zur Vernetzung und Internationalität bei.
Keller & Kalmbach wurde 1993 zum ersten Mal nach DIN ISO 9002 zertifziert. Bereits Jahre zuvor hatten wir damit begonnen, ein hauseigenes Qualitätsmanagement aufzubauen - damit war das Unternehmen einer der ersten. Und auch in Pasing gab es etwas Neues: Florian Seidl, der bekanntlich eine Leidenschaft für Kunst hat, eröffnete im oberen Halbrundbau des Gebäudes ein Schrauben- und Werkzeugmuseum für Kunden, Mitarbeiter und Besucher.
In diesem Jahr nahmen wir das erste Kanban-Projekt bei Siemens auf. Um auch den Traum eines Zentrallagers zu erfüllen, kaufte die kurz zuvor gegründete Schwesterfirma Koblin & Seidl ein Grundstück in Unterschleißheim. 1988 war Baubeginn und 1990 begann der Betrieb. Auch dieses Gebäude hat die typischen Rundungen des Architekten Straßl und ist bis heute der Hauptsitz von Keller & Kalmbach. Ein Blick auf die Landkarte machte klar, dass die nächste Niederlassung entstehen musste: Nürnberg. Im Frühjahr 1991 wurde sie eröffnet.
Im April 1981 wurde der Neubau für die Filiale in Straubing eingeweiht und im März zwei Jahre später wurde der Anbau in München-Pasing bezogen. Der Architekt Peter Straßl, ein Freund von Florian Seidl, verlieh dem Gebäude die Rundungen, die ein Wahrzeichen Keller & Kalmbachs wurden. 1984 fand die erste Weihnachtsfeier statt. Sie ist seitdem das größte und beliebteste Event der Firma. Mitarbeiter aus allen Niederlassungen kommen nach München, es wird gut gegessen und getrunken und die Theatergruppe - bestehend aus talentierten Mitarbeitern - spielte schon damals lustige Stücke vor. Ein Jahr darauf wurde dann erstmals in Regensburg ein Verkaufsladen eröffnet.
Keller & Kalmbach feierte sein 100-jähriges Jubiläum. Zur Erinnerung an die Anfänge der Firma, beschlägt ein langjähriger Kunde ein Pferd (siehe Bild). Emil Seidl blickt zurück auf die imposante Firmengeschichte und die ganze Belegschaft feiert mit. In diesem Jahr erschien auch das erste Mal das hauseigene Kundenmagazin "Keller & Kalmbach Kurier". Kurz nachdem Florian Seidl seinen Doktor gemacht hatte und Geschäftsführer wurde, verstarb sein Vater. Damit war er ab 1980 im alltäglichen Betrieb weitgehend auf sich alleine gestellt. Das hinderte ihn jedoch nicht daran, dem Unternehmen zu weiterem Wachstum zu verhelfen.
Die 70er fingen für K&K nicht gut an. Emil Seidl bekam Herzprobleme. Die Firma wurde nach München-Pasing verlagert und im September 1974 eröffnet. Ein Jahr später trat Emil Seidls Sohn, Florian Seidl, als kaufmännischer Angestellter in die Firma ein, obwohl seine Interessen anfangs ganz woanders lagen. Sein Vater bestand aber auf Tradition, ebenso wie dessen Vater schon. Florian Seidls fehlende fachgemäße Ausbildung weckte Skepsis bei den Mitarbeitern - er bewährte sich unter anderem, indem er Mitte der 70er erstmals ein EDV-System einführte. Am 01.01.1977 wurde die Firma in eine GmbH umgewandelt.
Der Einstieg in die Automobilindustrie gelang früh. Wir überzeugten damals schon Autohersteller wie Volkswagen und BMW mit unserer Kompetenz und Produktvielfalt und konnten die hohen Standards erfüllen. Als erster deutscher Schraubenhändler durften wir bereits 1962 Verbindungselemente direkt in die Produktion der Automobilindustrie liefern! Aber auch generell waren die 50er und 60er Jahre goldene Zeiten für Händler von Verbindungselemente. Die Wirtschaft florierte und Keller & Kalmbach hatte bald erstmals 100 Mitarbeiter. Die Arbeitszeiten hatten sich geändert und waren unter der Woche von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr und samstags von 8:00 Uhr bis 12:00 Uhr. Im Jahr 1956 gründeten wir unsere erste Filiale in Straubing, in einer ehemaligen Schmiede.
Bis zur Währungsreform 1948 gestaltete sich die Warenbeschaffung sehr schwer. Emil Seidl selbst fuhr mit Mitarbeitern und dem übrig gebliebenen Firmen-LKW zu "Bauer & Schaurte" in Neuss, um dort Lebensmittel gegen Schrauben zu tauschen. Mit der Währungsreform besserte sich schlagartig alles. 1949 nahm Keller & Kalmbach erstmals an der Internationalen Handwerksmesse teil und Emil besuchte schon früh die großen industriellen Verbraucher in Bayern. Anfangs vor allem die Landmaschinenindustrie, für die Keller & Kalmbach für einige schnell zum Alleinversorger für Schrauben und Verbindungselemente wurde.
Von der industriellen Erholung, die ab 1933 einsetzte, profitierte Keller & Kalmbach nur wenig. Als zu Kriegsbeginn alle wehrfähigen Männer eingezogen wurden, blieben nur 15 Mitarbeiter übrig. Frauen, ältere Männer, darunter nur noch ein Vertreter - der 67-jährige Herr Gestacker. Er war der letzte, der seine Kunden bis ein Jahr nach Kriegsbeginn noch mit der Kutsche besuchte. Anfangs wurden die Keller & Kalmbach Gebäude nur leicht von Brandbomben getroffen, am 13. Juli 1944 wurden diese jedoch stark beschädigt. Lediglich in den verschütteten Kellern, fußhoch mit Wasser gefüllt, war noch Ware vorhanden. Als auch die letzten Teile, die noch provisorisch für Ladengeschäft und Büro genutzt wurden, zerstört wurden, wurde das Büro in die Wohnung von Hermann Seidl verlegt.
Münchens Einwohnerzahl wächst immer weiter, während die Umsätze von Keller & Kalmbach stagnieren. Zum einen aufgrund der allgemeinen Wirtschaftskrise, zum anderen durch strukturelle Ursachen. Der Hufbeschlag ist in der zunehmend motorisierten Gesellschaft immer weniger gefragt. In diesem Jahr trat Hermanns Sohn, Emil Seidl, als Auszubildender in die Firma ein. Eine von Emils großen Leistungen sollte der Gewinn der Industrie als neuen Kundenkreis sein. Er erkannte die Bedeutung der hochfesten Stahlschraube und führte sie ab 1935 bei einigen industriellen Verbrauchern ein. 1928 hatte Keller & Kalmbach 40 Mitarbeiter und erholte sich gut vom ersten Weltkrieg.
Jährlich lieferte Keller & Kalmbach 200 Tonnen Hufeisen und etwa 800 Tonnen Eisen aus. Nach der Jahrhundertwende erstreckte sich der Kundenkreis von Wien bis zum Bodensee, von Meran bis Würzburg. Mit 56 Jahren möchte sich Herr Kalmbach, wie damals üblich, zur Ruhe setzen. Da er aber keine Kinder oder wohlhabende Verwandte hat, die sein Unternehmen übernehmen können, kommt er mit Emil Seidl in Kontakt. Dieser sucht für seinen Sohn Hermann eine Firma in München und wird auf die Chance aufmerksam. Am 1. September 1908 wird der Kaufvertrag zwischen Hermann Seidl, Gustav Keller und Friedrich Kurz abgeschlossen, mit dem sie die Firma übernehmen. Einen Tag später verkauft Kalmbach auch die Grundstücke an die Firma Keller & Kalmbach OHG.
Heinrich Kalmbach war ein sehr sozial eingestellter Chef. Er gewährte seinen Angestellten um die Jahrhundertwende bereits eine Woche Urlaub im Jahr. Das war für die damalige Zeit außergewöhnlich. Die Arbeitszeiten waren von 7:00 Uhr bis 19:00 Uhr mit einer Stunde Mittagspause - von Montag bis Samstag. Auch am Sonntag war der Laden für Kundschaft vom Land von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr geöffnet. Bis heute haben sich die Zeiten und Urlaubstage natürlich verändert, die Gerechtigkeit und die soziale Einstellung der Geschäftsleitung besteht nach wie vor.
Nach der Gründerkrise, die bis in die 80er Jahre andauerte, gab es wieder wirtschaftlichen Aufschwung. Auch Heinrich Kalmbach war sich dessen bewusst und erwarb 1892 neue Geschäftsräume. Zum einen in der Schwanthalerstraße 14, in der das Firmenlogo noch heute am Gebäude zu sehen ist. Zum anderen in der Schommerstraße 8 und 8a, die heutige Kolpingstraße.
Der gelernte Eisenhändler Heinrich Kalmbach (1852-1914) gründete 1878 die Firma "Christ & Kalmbach" und setzte damit den Anfang für die heutige Firma. Im Gewerbebuch eingetragen unter der Nummer 2999 ist der Sitz des Unternehmen zunächst ein gemietetes Geschäftshaus in der Sonnenstraße 27 in München. Am 01.01.1880 tritt Kalmbachs Schwager Heinrich Keller an Stelle seines ursprünglichen Partners Herrn Christ in die Firma ein. Die Firma wird umbenannt in "Keller & Kalmbach, Eisen- & Eisenwarenhandlung". Im Schraubensektor entwickelt sich die Firma in München schnell zur Nummer Eins.